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Werterhalt


  1. Oldtimer mit emotionalen Bezug sind begehrt

Da stellt sich die Frage: Erleben wir derzeit wieder eine neue Spekulationsblase? Frank Wilke von Classic Car Tax beruhigt: „In den vergangenen Jahren gab es eigentlich keinen Oldtimer, der nicht zumindest die Inflationsrate ausgeglichen hat. Im Durchschnitt sind fünf bis sieben Prozent Rendite pro Jahr realistisch.“ Ein Sondereffekt spielt bei der rasanten Preisentwicklung der letzten 15 Jahre eine wichtige Rolle: Laut Wilke wurden bei der Euro-Einführung die Preise oft eins zu eins umgerechnet und auch bezahlt.

Wer in einen Oldtimer investieren möchte, sollte den Markt realistisch einschätzen. Begehrt sind Autos, zu denen man einen emotionalen Bezug herstellen kann. Das kann der Traumwagen Porsche 911 sein, aber auch ein VW Golf I GTI, dessen Preise gerade steigen – guter Originalzustand vorausgesetzt. Bei Allerweltsautos wie etwa einem Mercede W123 in Basisausstattung sollte man hingegen keine allzu großen Erwartungen an den Wertzuwachs verschwenden.

  1.  Quelle: Auto Motor und Sport Preissteigerungen von bis zu 300 Prozent

Betrachtet man die Preisentwicklung der vergangenen Jahre, dann ging die Rechnung auf. Die Marktanalysten von Classic Car Tax verzeichnen ein kräftiges Plus – unabhängig von der Fahrzeugklasse. Beispiel Citroën 2CV: 1995 kostete eine Ente im Zustand 2 rund 2.000 Euro, heute muss man für ein vergleichbares Exemplar schon 8.000 Euro einkalkulieren. Das entspricht einer Preissteigerung von 300 Prozent. Ebenfalls kräftig im Wert gestiegen ist der Mercedes 300 SL Flügeltürer: Von 165.000 Euro kletterte der Marktpreis auf 518.000 Euro. 214 Prozent Rendite in 15 Jahren können sich sehen lassen.

Doch Vorsicht: Wertzuwächse im hohen dreistelligen Prozentbereich sind zwar nicht außergewöhnlich, aber eben auch nicht die Regel. Wie in der New Economy kommt es immer wieder zur Bildung von Spekulationsblasen. Ende der achtziger Jahre waren nach dem Tod von Enzo Ferrari plötzlich Sportwagen en vogue: Für noch junge Ferrari 308 und 328 wurden umgerechnet 100.000 Euro – mehr als der Neupreis – gezahlt. Dann fielen die Notierungen allerdings: Heute gibt es gepflegte Exemplare für 50.000 bis 60.000 Euro.

Quelle: Auto Motor und Sport

 

  Hohe Renditen aus Tagesgeldkonto und Co.? Das ist im Moment eher Wunschdenken. So niedrig, wie die Zinsen derzeit stehen, wandert der Blick gerne mal auf Sachwerte. Ein Oldtimer, der wäre doch was als Wertanlage! Aber stimmt das wirklich? Tipps

Wie fühlt sich eigentlich eine Aktie an? Und wie riecht ein Tagesgeldkonto? Eine Antwort darauf fällt schwer. Konventionelle Geldanlagen punkten eben selten mit Sinneseindrücken. Ganz anders ein Oldtimer: Seine Sitze riechen ledrig-gemütlich, der Blinker klackert nostalgisch, und dann dieser Sound beim Gasgeben. In Zeiten von Niedrigzinsen scheint der Oldtimer als Geldanlage verlockend. Aber er hat seine Tücken. Und längst nicht immer winken Renditen.

«Sie haben im Mittel eine Wertsteigerung von etwa acht bis neun Prozent», sagt Götz Knoop vom Deuvet - Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge. Das hört sich erst einmal gut an, verglichen mit dem derzeitigen Zinsstand bei Tagesgeldkonten und Co. «Aber ein Auto kostet auch», gibt Knoop zu bedenken.

Quelle: Auto Zeitung


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